Wie gut darf besser sein?

Sie fliehen vor dem Krieg oder der Armut in ihrem Land. Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge machen sich auf in Richtung Hoffnung auf ein besseres Leben. Viele von ihnen wollen dieses bessere Leben in Deutschland beginnen. Die Wahl ist logisch. Es gehört zu den Ländern, die die besten Bedingungen bieten. Aber ebenso logisch ist, dass nicht allen von ihnen in den wenigen Ländern ein Zuhause gegeben werden kann. Doch wie soll man reagieren, wenn die Flüchtlinge nicht bereit sind, ein Lager zu beziehen, das nicht am Ziel ihrer Reise steht? Wo hört Verständnis auf? Ab wann darf man den Geflohenen Undankbarkeit vorwerfen? Diese Fragen sind abscheulich, weil sämtliche Kräfte genutzt werden sollten, um ihnen ihre Hoffnung zu erfüllen, weil sie in Westeuropa existiert und die meisten dort die Bedingungen nutzen. Sie bauen sich eine Existenz mit diversen Möglichkeiten auf. Jeder Tag verstreicht in einer persönlichen Welt der Unbekümmertheit.

Jedoch reichen die Kräfte nicht. Sie stoßen unweigerlich an eine Grenze, die nicht verschoben werden kann. Der gute Wille kann unerschöpflich sein, der Raum nicht. Das müssen die geflüchteten Menschen begreifen. Wenn das nicht der Fall ist und sie sich weigern, in anderen hilfsbereiten Staaten zu bleiben, in denen die Voraussetzungen für ein unbeschwertes Leben leicht schwieriger sind, darf man sich mit Undankbarkeit befassen. Deren guter Wille wird dann nicht gewürdigt.

Es ist gefährlich, so zu argumentieren, aber sie wollen doch Frieden und ein besseres Leben und nicht das beste Leben.

Hinterlasse einen Gedanken