René Weiler tritt Ismael-Nachfolge an

St. Gallen, Zürich, Schaffhausen, Aarau. So lesen sich die bisherigen Stationen des Fussballtrainers René Weiler. Nun ist er im Unterhaus der Bundesliga beim 1. FC Nürnberg gelandet und tritt die Nachfolge von Valerien Ismael an, der hinter dem Ziel des Klubs zurückblieb: Das Spiel um den direkten Wiederaufstieg. Nach 13 Partien findet sich der Club auf dem 14. Rang der Tabelle wieder, zwei Punkte vor dem Abstiegsrelegationsplatz in die Drittklassigkeit. Die momentane Ambition ist sportlich nicht erfüllt und die Wahl des Verbeek-Erben war offenbar die Falsche.

Die Erfolge im deutschen Amateurbereich mit der U 23 des VfL Wolfsburg (Aufstiegsrelegation zur 3. Liga) und Hannover 96 (Platz 4, Regionalliga Nord) konnte er nicht für den Profifussball konservieren. Seine Vorstellung vermochte die Mannschaft nicht oder nicht ausreichend umzusetzen. Ismaels erster Anlauf, die Hürde „Profi-Trainer“ zu nehmen, schlug fehl. Die Entscheidung, ihm die Chance zu geben, den 1. FCN wieder in die Erstklassigkeit zu führen, war jedoch nachvollziehbar und nicht zwingend mit einem Risiko verbunden. Schliesslich ist es nicht unüblich, Übungsleiter von U-Mannschaften zu befördern. Vielleicht hätte er einfach noch mehr Zeit benötigt, um seine Art Fussball zu spielen, begreiflich zu machen. Aber Zeit lässt einem dieses Geschäft bekanntlich sehr wenig.

Mit Weiler übernimmt ein Trainer das Amt, der vornehmlich in der Schweiz ein Begriff ist. Er schaffte mit dem FC Aarau den Sprung in die Raiffeisen Super-League – die höchste Schweizer Spielklasse – und hielt in der folgenden Spielzeit 13 / 14 den Verein in der 1. Liga. Ihn und Ismael eint jedoch eines: die nicht vorhandene Erfahrung mit deutschen Berufsfussballern zu Beginn des Arbeitsantritts.

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