Widerstand, Arroganz und Angst

Es war doch absehbar, dass im Rahmen dieser Gespräche keine parteilichen Wunschvorstellungen vereinbart und möglicherweise anschliessend in einem Koalitionsvertrag festgehalten und umgesetzt werden. Das Wesen der Sondierung und der Koalition ist der Kompromiss!

Wähnten sich einige Sozialdemokraten wirklich in einer so starken Position, die es ihnen erlaubte, ihre Forderungen uneingeschränkt durchzusetzen? Das wäre Ausdruck einer unerklärlichen Arroganz. Schliesslich sollte man als SPD nie vergessen, dass man nur 20,5 Prozent der Wählerstimmen gewinnen konnte. Ob beispielsweise eine Bürgerversicherung diesen Wert positiv beeinflussen würde, ist fraglich!

Oder verbirgt sich hinter dieser Kritik die nachvollziehbare Angst, nach einer erneuten „GroKo“ weiter an Zustimmung zu verlieren? Sollte letzteres zutreffen, könnte man den Genossen das Nein nicht verübeln.

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