Widerstand, Arroganz und Angst

Kevin Kühnert, Vorsitzender der Jungsozialisten, der Jugendorganisation der SPD, ist zum Gesicht des Widerstands in der SPD des Neins geworden zur Neuauflage der Grossen Koalition. Dahin ist die Einigkeit mit der Parteiführung, sich in der Führung der Opposition zu regenerieren.

Es ist müssig, über das Gebaren von SPD-Chef Martin Schulz zu diskutieren, den einstigen Fackelträger dieser Entscheidung. Nach der Wahlniederlage war er überzeugt, dass das Jamaika-Bündnis aus CDU, CSU und Grünen zustande kommt. Und er irrte sich, ja, rückte nach dem Gespräch mit dem Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier von seiner Haltung ab und wurde so zur personifizierten Enttäuschung der Sozialdemokraten. Aber der ehemalige Buchhändler konnte wahrlich nicht ahnen, dass „Jamaika“ kein Bestseller wird, ja es sogar nicht einmal in den „Handel“ schafft!

Nun wirbt er für Koalitionsverhandlungen, das ausgehandelte, 28-seitige Sondierungspapier im Gepäck. Der Widerstand um Kevin Kühnert kritisiert die Ergebnisse, vermisst SPD-Punkte wie die Bürgerversicherung oder die Erhöhung des Spitzensteuersatzes. Ist das wirklich ernst gemeint?

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