Wenn die Hintertür zur Falltür wird

Wo spielt Kevin de Bruyne nach dem 31. August 2015? Bleibt er beim VfL Wolfsburg oder wechselt er noch zu den Citizens nach Manchester? Momentan vergeht kein Tag, an dem nicht über ihn diskutiert und geschrieben wird. Grund dafür sind nicht nur seine Leistungen in der vergangenen Saison und die Medien, sondern auch Verein und Spieler. De Bruyne vermied und vermeidet ein klares Bekenntnis zu dem Klub, bei dem er noch bis 2019 unter Vertrag steht. Er betonte immer wieder, dass er sich wohlfühlt in Wolfsburg, machte aber zugleich auf die Schnelllebigkeit des Geschäfts aufmerksam. Er ließ und lässt sich die Hintertür für einen Wechsel offen. Gleiches gilt für den VfL Wolfsburg, der mit etwaigen Angeboten seriös umgehen will.

Beide Seiten ehrt dieses Verhalten. Der Spieler verhindert mit seiner Haltung, bei den Fans in Ungnade zu fallen, während die Geschäftsführung in Person von Klaus Allofs keine Optionen blockiert. Doch je länger die Zukunft des 24-Jährigen nicht geklärt ist, desto belastender wird die Angelegenheit für den Verein und den Akteur. Unberührt ist er davon bestimmt nicht. In den ersten beiden Partien der neuen Bundesligaspielzeit konnte er sich weder als Vorlagengeber noch als Torschütze inszenieren. Die Gerüchte scheinen seine Beine zu beschweren und deshalb könnte diese Option, die Hintertür zur Premier League, zur Falltür in ein kleines Leistungstal werden. Um diesen Fall zu verhindern, muss eine Entscheidung gefällt werden, die mindestens bis zum nächsten Sommer gültig ist. Denn ein Wechseltheater im Winter, wenn die Wölfe vielleicht noch international auf Beutezug gehen, kann keiner gebrauchen!

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