Wie ein Mensch zu einer Erscheinung wurde (8)

Dieses Gefühl, diese Ahnung (Kapitel 8) Eben1 noch hatte Chris, der frustrierte Lagerarbeiter und Vater, herzhaft mit seinen Freunden an einem Stehtisch gelacht und Erdnüsse gegessen. Nun kauerte er vor der Badewanne und trauerte um sein Kind. Er war jähzornig, dünnhäutig, spöttisch, selbstbezogen. Er war alles, nur kein verantwortungsbewusster Vater. Freddy beobachtete die Szenerie. Er war dieses Gefühl, diese plötzliche …

Der Wanderer (Teil 2, Ende)

Was für ein trauriges Bild. Daniel war in einem Krankenzimmer. Der Junge, der gerade noch mit Lyla im Sandkasten gespielt hatte, lag nun in einem Bett nahezu leblos. Lediglich der mechanische Atem und das stetige leise Wimmern von Lyla zeugten noch von Leben. Er hatte gehofft, Befriedigung zu verspüren. Sie war nicht wirklich anders. Ihr war es bloss besser gelungen, …

Wie ein Mensch zu einer Erscheinung wurde (7)

Wiederkehr des Stammgasts (Kapitel 7) Heimeliges1 Stimmengewirr näherte sich, vermischt mit dem Klirren und Glucksen von Spielautomaten. Den Geräuschen folgte die Umgebung, die ganz allmählich Gestalt annahm. Er erkannte den wuchtigen braunen Holztresen und seinen Platz. Er war frei, so als hätte man ihn erwartet. Aber Freddy begriff schnell, dass er nicht mehr Stammgast war. Kein vertrautes, nicht einmal ein …

Wie ein Mensch zu einer Erscheinung wurde (6)

Die Ungebundenheit des Raumes (Kapitel 6) Sieht1 so das Nichts aus? Dies war eine bizarre Frage, weil dieses Nichts so bunt und formenreich erschien. Doch die Umgebung konnte sich nicht verfestigen. Sie raste an ihm vorbei oder dehnte sich in zäher Langsamkeit. Die Ränder seines Sichtfeldes flimmerten. Manchmal glaubte er, durch Teppichfransen zu blicken. Schlich, ging, lief, rannte oder flog …

Wie ein Mensch zu einer Erscheinung wurde (5)

Die neue Existenz (Kapitel 5) Sarah1 lag in der Badewanne, tot, die Pulsadern geöffnet. Freddy sass mit ausdruckloser Miene auf dem Badewannenrand. „Bedauerlich, warum ziehst du so ein trauriges Gesicht? Ich kenne dich zwar nicht gut, aber das wolltest du doch immer. Sterben, weil du das Leben nicht mehr ertragen konntest. Als ich noch ein Mensch war, habe ich dich …

Der Wanderer (Teil 1)

Ein Mann beobachtete, wie ein Mädchen und ein Junge in einem Sandkasten spielten. Sie füllten ihre Förmchen mit dem Sand und erschufen Hügel. Nur Hügel möchte man vielleicht glauben, aber in ihrer Fantasie waren es bestimmt Berge einer Welt, deren Götter zu sein, sie sicherlich genossen. Die Kinder schenkten dem Beobachter keine Beachtung. Sie waren zu sehr beschäftigt. Eine Welt …